Neue Förderrichtlinien der Soziallotterien (Teil 3): „Kuratorium Deutsche Altershilfe“

kda_dachIm ersten Teil unseres dreiteiligen Beitrags haben wir die geänderten Förderbedingungen der Deutschen Fernsehlotterie / Stiftung Deutsches Hilfswerk vorgestellt. In zweiten Teil ging es um die seit 1. Januar 2016 geltenden neuen Förderkriterien der Aktion Mensch. Zum Abschluss stellen wir hier nun noch die überarbeiteten Förderschwerpunkte des Kuratoriums Deutscher Altershilfe KDA vor.

Lobby- und Expertenorganisation

Das KDA setzt sich seit 50 Jahren als unabhängige Experten- und Lobbyorganisation für eine verbesserte Versorgung und Pflege von älteren Menschen in Deutschland ein. Folgender neunminütiger Imagefilm gibt einen guten Überblick über die Entwicklung und die aktuellen Ziele und Aktivitäten des KDAs:

Die Ziele des Kuratoriums Deutscher Altershilfe sind:

  • Alte Menschen Stärken
  • Wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld fördern
  • Tragfähige soziale Infrastruktur erhalten
  • Bedarfsgerechte Wohnangebote ausbauen
  • Generationengerechte räumliche Infrastruktur sicherstellen
  • Bedarfsgerechten Hilfemix aufbauen
  • Wohnortnahe Beratung und Begleitung ermöglichen

Wichtiger Förderer der Altenarbeit in Deutschland

Um diese Ziele umzusetzen vergibt das KDA seit vielen Jahren Fördermittel an gemeinnützige Träger der Altenhilfe. Die Förderkriterien wurden zum 1. Januar 2016 überarbeitet. Neue Förderpunkte sind die „Quartiersentwicklungskonzepte / Sozialraumanalysen“ (wurden bisher unter „Konzeptentwicklung“ abgewickelt) und die „Ressourcenbildung in der Altenhilfe„.

Für seine Förderprogramme erhält das KDA Mittel der Stiftung Deutsches Hilfswerk (DHW) / Deutsche Fernsehlotterie. Daher gelten die dortigen Fördervorgaben auch für die Förderprogramme des Kuratoriums. Bei geschickter Konzeption lassen sich die verschiedenen Phasen von quartiersbezogenen Projekten in der Altenhilfe sowohl vom DHW als auch durch das KDA fördern.

Neue Förderrichtlinie mit erweiterten Fördermöglichkeiten

In der neuen Förderrichtlinie 2016 werden zehn Förderprogramme aufgeteilt in vier Förderbereiche genauer beschrieben:

Berufsbegleitende Qualifizierung von hauptamtlichen und Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Altenhilfe

  • Hospitation in Einrichtungen mit innovativen Wohn- und Betreuungskonzepten
  • Spezielle Qualifizierung im Hinblick auf Schwerpunktbereiche

Starthilfen für die Einrichtung von innovativen Angeboten für Menschen mit besonderem Hilfebedarf in ihrer normalen Wohnumgebung

  • Umsetzung von Projekten des bürgerschaftlichen Engagements im Quartier und zum Aufbau von Nachbarschaften / Nachbarschaftshilfen
  • Wohnberatungsstellen für ältere Menschen
  • Etablierung ambulant betreuter Wohngruppen

Unterstützung von Einrichtungen zur Entwicklung innovativer Konzepte und Implementierung in die Praxis

  • Konzeptentwicklung und kleinere Modellvorhaben für Träger von Diensten und Einrichtungen
  • Quartiersentwicklungskonzepte / Sozialraumanalyse
  • Fachliche Begleitung von innovativen Ansätzen

Exkursionen und Besichtigungen

  • Exkursionen und Besichtigungen von innovativen Einrichtungen, Initiativen, Projekten sowie Angebote und die Möglichkeit zur Selbsterfahrung für Altenpflegeschüler/innen und ehrenamtlich Engagierte
  • Ressourcenbildung in der Altenhilfe

Das KDA fördert bis zu 80% der projektspezifischen Kosten

Das KDA übernimmt je nach Förderprogramm die notwendigen Personal- und Sachkosten, in einigen Fällen auch Investitionskosten. Für jedes Programm sind Förderhöchstgrenzen definiert. Dabei muss der Projektträger mindestens 20% der förderfähigen Kosten als Eigenmittel einbringen. Für laufende Verwaltungskosten (Personal- und Betriebskosten) werden keine Mittel bewilligt.

Bei Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Qualifizierung von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden sind keine Eigenmittel erforderlich. Für laufende Verwaltungskosten (Personal- und Betriebskosten) werden keine Mittel bewilligt.

Gefördert werden ausschließlich anerkannte frei gemeinnützige Träger. Diese dürfen aber nicht von der öffentlichen Hand, gewerblichen Unternehmen oder natürlichen Personen beherrscht werden.

Antragstellung und Antragstermine

Die zur Verfügung stehenden Mittel für ein Kalenderjahr werden auf die Quartale verteilt. Die Anträge müssen spätestens zu folgenden Terminen beim KDA vorliegen:

  • für das 1. Quartal: 15. November des Vorjahres,
  • für das 2. Quartal: 15. Februar des Jahres,
  • für das 3. Quartal: 15. Mai des Jahres und
  • für das 4. Quartal: 15. August des Jahres.

Träger, welche einem Spitzenverband der freien Wohlfahrt angehören wenden sich bei der Antragstellung ausschließlich an den für Sie zuständigen Fördermittelberater ihres Verbandes. Träger die keinem Spitzenverband angehören wenden sich direkte an das Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Kuratorium Deutsche Altershilfe
Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.

An der Pauluskirche 3

50677 Köln

Ansprechpersonen:

  • Volker Kowitz
  • Stephanie Piertz

Telefon 0221/93 18 47 – 0, Durchwahl -12
Telefax 0221/93 18 47 – 6
E-Mail: foerderung@kda.de

Internet: https://www.kda.de/

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