Förderstiftung im Interview: Stiftung help and hope

Wenn wir als gemeinnützige Organisationen Fördermittel einwerben möchten, ist es sehr hilfreich zu verstehen, welche Beweggründe und Denkweisen auf der Seite der Förderer wichtig sind. In meinem heutigen Blogbeitrag freue ich mich sehr, dass ich Frau Sandra Heller von der Stifung help and hope begrüßen darf. Frau Heller ist die Vorstandsvoritzende und gibt uns einen offenen Einblick in die Arbeit ihrer Stiftung.

Förderlotse: Frau Heller vielen Dank dass sie sich für unsere Blogleser zu einem Interview bereit erklärt haben. Kkönnen Sie uns bitte erleutern warum die Stiftung help and hope gegründet wurden und was sie mit ihrer Arbeit erreichen möchten.

Sandra_HellerFrau Sandra Heller: Die Stiftung help and hope wurde 2005 von engagierten Unternehmern gegründet, um benachteiligten Kinder und Jugendlichen regional, national und international zu helfen. Der Fokus liegt aber ganz klar im regionalen Sektor – sprich Nordrhein-Westfalen. Hierfür haben wir unser 3-Säulen-Modell entwickelt, mit Hilfe dessen wir benachteiligten Kindern eine Zukunft mit Perspektive bereiten wollen. Wir nennen sie die „3 B´s“: Betreuung, Bildung und Beschäftigung.

Förderlotse: Sie sind sowohl mit eigenen Projekten aktiv, Sie unterstützen aber auch externe gemeinnützige Aktivitäten. Was erwarten Sie von einer Organisation, die mit Ihnen zusammenarbeiten möchte?

Frau Sandra Heller: Sowohl in der Säule Betreuung als auch in der Säule Beschäftigung sind wir mit eigenen Projekten operativ tätig. Im Bereich der Betreuung bieten wir mit unserem help and hope 4-Kidstreff, unserer offenen Kinderbetreuungseinrichtung in Herne, Förderschülern im Alter von 6-12 Jahren eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenbetreuung und kulturelle sowie sportliche Aktivitäten. Im Bereich der Beschäftigung unterstützen wir mit unserem Projekt „help and hope-GidZ – Gemeinsam in die Zukunft“ Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden und zum Beispiel einen schwachen oder keinen Schulabschluss haben.

Diese eigenen Projekte sind unsere Lernprojekte. Denn tagtäglich lernen wir, was wichtig ist, um Kindern und Jugendlichen bessere Chancen für die Zukunft zu ermöglichen. Von diesen Erfahrungen ausgehend, erwarten wir, dass hinter der Arbeit fachliche Kompetenz, ein pädagogisches Konzept und natürlich ganz viel Herzblut stehen. Darüber hinaus ist es für uns von Bedeutung, dass die Organisationen wirkungsvoll und transparent arbeiten und dieses auch dokumentieren können.

Förderlotse: Das ist ein anspruchsvolles Programm. Welches Förderbudget steht Ihnen zur Verfügung um Antragsteller zu unterstützen?

Frau Sandra Heller: Im letzten Jahr haben wir etwa 80 Projekte mit einem Budget von fast 1 Million Euro gefördert. Hinzu kommen die Ausgaben für die eigenen Projekte. Für 2013 planen wir mindestens mit dem gleichen Budget.

Förderlotse: Nicht jeder Förderantrag ist erfolgreich. Was ist bei Ihnen der häufigste Absagegrund?

Frau Sandra Heller: Uns erreichen immer wieder Anfragen, die nicht unserer Satzung entsprechen. Als gemeinnützige Stiftung sind wir jedoch an unsere Satzung gebunden – so gerne wir in vielen Fällen auch helfen würden. Einige Anfragen können wir aber auch innerhalb unseres Netzwerks an Institutionen weiterleiten, die inhaltlich zur Anfrage passen. >Link zur Satzung der Stiftung

Förderlotse: Was sind Ihre Planungen für die nächsten Monate und Jahre?Help and hope Stiftung

Frau Sandra Heller: Wir sind bislang in zwei der drei Säulen operativ tätig. Unser Ziel ist es, mittelfristig ein weiteres, eigenes Projekt im Bereich der Bildung aufzusetzen. Weiterhin arbeiten wir daran, die Stiftung
finanziell weiter abzusichern. Das ist sicherlich wichtig für unsere eigenen Projekte aber auch für die vielen Projekte, die wir fördern – denn unsere Arbeit soll vor allem nachhaltig und langfristig wirken.

Förderlotse: Im letzten Jahr schrieben Sie erstmalig die Förderpreise aus. Worum geht es hierbei?

Frau Sandra Heller: In unserer täglichen Arbeit lernen wir viele soziale Projekte kennen. Viele von ihnen leisten unglaublich gute Arbeit. Uns war es daher ein Anliegen die Förderpreise für gemeinnützige Organisationen auszurufen, um diese gute Arbeit zu prämieren und auszuzeichnen. Die Siegerprojekte sollen Vorbild und Motivation für andere sein.

Die Ausschreibung der Förderpreise verlief so erfolgreich, dass wir selbige auch in diesem Jahr vergeben werden. Die Bewerbungsphase läuft aktuell und endet am 31.07.2013. Die Preise sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und werden in unseren 3 Säulen vergeben: Betreuung, Bildung und Beschäftigung. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website: www.helpandhopestiftung.
com Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen.

Video zum Förderpreis:

Förderlotse: Vielen Dank für Ihre Zeit und viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit.

Aktueller Veranstaltungstipp:

Wenn Sie mehr über die Fördermöglichkeiten durch Stiftungen erfahren möchten, empfehle ich Ihnen mein Einsteigerseminar: Fördergeld für gemeinnützige Projekte. >Hier finden Sie weitere Informationen

 

, , , , , , ,

Trackbacks/Pingbacks

  1. Fundraisingwoche vom 15.07.-21.07.2013 | sozialmarketing.de - wir lieben Fundraising - Juli 2013

    […] Mentoring-Programm läuft aus DFRV: Aktuelles zu weißen Lastschriften bei SEPA Förderlotse: Förderstiftung im Interview: Stiftung help and hope Fundraiser Magazin: „Mach’ nichts, was Du nicht Deiner Familie erzählen kannst.“ Fundraiser […]